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Sammeltassen - Sammelgedecke
Der Begriff des Sammelgeschirr veränderte sich in seinem historischen Kontext über die Jahrzehnte erheblich. Mit der zunehmenden Industrialisierung wuchs die Bevölkerungsschicht, die Geschirre aus Porzellan wegen dessen hervorragender Gebrauchseigenschaften und seiner potentiellen ästhetischen Eigenschaften erwerben wollte. In Zeiten, als die Hausratsgründung, auf Grund der geringen zur Verfügung stehenden Mittel, noch eine langjährige Angelegenheit war bediente die Industrie diesen Aspekt mit dem Angebot Einzelteile zu erwerben und so von Teil zu Teil sein Geschirr aufzustocken. Im Laufe der Jahrzehnte wurde aus der Not eine Leidenschaft und man sammellte Gedecke, um des einzelnen Gedecks Willen. Trotzdem diese Sammelobjekte zusehends in den Verdacht gerieten Ausdruck von spießig, muffig - kleinbürgerlichen Gehabe zu sein, stehen die einzelnen Gedecke jeweils für sich. Dem unvoreingenommenen Betrachter bietet sich nun so mancher bizarrer Entwurf aber auch so der eine oder andere Kleinod gehobener Tischkultur.
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Villeroy & Boch
Rosenthal
Das Unternehmen wurde 1879 gegründet und als Familienbetrieb geführt. Der Firmengründer Philipp Rosenthal siedelte mit seiner Porzellanmalerei von Werl (Nordrhein-Westfalen) nach Selb in Bayern über, wo er im Schloss Erkersreuth die Porzellanmalerei industrialisierte. 1897 gründete Rosenthal die Firma Bauer, Rosenthal & Co. in Kronach, um sie anlässlich der Gründung von Philipp Rosenthal & Co. AG 1897 zurück in den heimischen Konzern zu holen. 1908 kaufte Rosenthal die Porzellanmanufaktur Thomas in Marktredwitz, 1917 die Porzellanfabrik Zeidler & Co., die später als Marke „Bahnhof Selb“ in Selb-Plößberg bekannt wurde, dem Sitz des heutigen Porzellanmuseums. 1921 übernahm Rosenthal die Krister Porzellan-Manufaktur in Waldenburg (Schlesien). 1971 stellte der Konzern den Verkauf dieser Marke ein.[3] Im Jahr 1936 kaufte Rosenthal die Porzellanmanufaktur Waldershof sowie die Porzellanfabrik Thomas in Sophiental. 1939 wurde die Rosenthal Isolatoren GmbH (RIG) in Erkersreuth und Hennigsdorf bei Berlin sowie in Selb gegründet. 1939 wandelte sich die Firma zur "Rosenthal Porzellan AG"­. Über verschiedene Stadien und Umstrukturierungen entstand der heutige Betrieb. 1965 wurde der einheitliche Name "Ros­enthal G­las & Porzellan AG" gewählt und 1969 zu "Rosenthal AG" verkürzt. Ab 1997 gehörte die börsennotierte Rosenthal AG mehrheitlich zum britisch-irischen Waterford Wedgwood Konzern, welcher 90 % der Rosenthal-Aktien besaß. In Deutschland stellte Rosenthal damit den Marktführer für hochwertiges Geschirr und Kunsthandwerk aus Porzellan und Glas dar und war im Verbund mit Waterford Wedgwood Weltmarktführer. Im Jahr 1998 übernahm das Unternehmen Teile der Porzellanmarke Hutschenreuther, insbesondere das Werk B in Selb.[4] Im Juni 2008 wurden schließlich Gerüchte laut, Waterford Wedgwood suche aufgrund von Liquiditätsschwierigkeiten einen Käufer des Rosenthal-Aktienpakets. Beschäftigt waren zu diesem Zeitpunkt ca. 1100 Mitarbeiter weltweit. Das Unternehmen stand durch den anschließenden Zusammenbruch von Waterford Wedgwood vor der Zahlungsunfähigkeit und musste am 9. Januar 2009 Insolvenz anmelden. Das anschließende Insolvenzverfahren der Rosenthal AG wurde am 1. April 2009 durch das Amtsgericht Hof eröffnet. [5] Am 20. Juli 2009 wurde bekannt, dass ein Verkauf an den italienischen Besteckhersteller Sambonet Paderno erfolgreich abgeschlossen werden konnte. [6]. Die am 1. August 2009 neu gegründete Rosenthal GmbH bildet damit ein eigenständiges Unternehmen des Sambonet Paderno Konzerns. Firmensitz ist weiterhin in Selb. Geschäftsführer ist Pierluigi Coppo.[7]
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Keramik / Porzellan
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